Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wasserpfeife, f.

wasserpfeife, f.
wie tergabe von idraulum ('organum aquaticum') Diefenbach gl. 284ᵇ, portativum 448ᵇ, hydraulos Stieler 1439; zunächst die pfeife einer wasserorgel, dann diese selbst: dieser liesz sich mit einer wasserpfeiffe hören v. Lohenstein Arminius 2, 486ᵃ. 2) wasserröhre, nd. waterpipe, aquagium Diefenbach gl. 43ᶜ; hierher oder zu 1 fiscola (fistula), eyn waterpipe nov. gl. 175ᵇ. 3) seit dem 19. jahrh. tabakpfeife, bei der der rauch durch wasser gesogen wird (nargileh): er lud mich ein, mit ihm aus einer dreiröhrigen türkischen wasserpfeife zu rauchen Hoffmann v. Fallersleben (1890 ff.) 8, 109;
am spiele der gedanken sich vergnügen,
dazwischen dann und wann in langen zügen
den kühlen rauch der wasserpfeife saugen.
Geibel 1, 102.
4) wasserpfîffe, die waldangelika (die stengel werden zu spritzen und pfeifen benutzt) schweiz. id. 5, 1075. 5) ein fisch mit dicken lippen, lippfisch (labrus L.), merula' Steinbach 2, 178. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1918), Bd. XIII (1922), Sp. 2475, Z. 66.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
wasserfieberkraut wassersprutz
Zitationshilfe
„wasserpfeife“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wasserpfeife>, abgerufen am 22.10.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)