weinerlichkeit f
Fundstelle: Lfg. 6 (1925), Bd. XIV,I,I (1955), Sp. 906, Z. 47
zuerst 1807: die weinerlichkeiten und schwächlichkeiten (der schwangeren) Jean Paul 36, 74 (Levana 1). fortan nur im sing.: statt der arbeit die w. des ruhens 32, 28. wie weinerlich gern im lit. bereich: ihre lieder ... ein ewges einerlei von w. Arnim 8, 342; Mahlmann benutzte die kotzebueische w. um darüber zu lachen Gödeke grundr. 5, 543, als erscheinung vergangner zeiten eingeschätzt: wenn Montesquieu mit seiner unempfindlichkeit renommirte ... so geschah es ... um sich gegen die w. seiner zeit zu wehren K. Hillebrand zeiten² 5, 20. nachmals an mann und frau verurtheilt: auch wäre eine geachtete und mächtige philologie nöthig, um die immer zunehmende w. und den pharisäismus der theologie in schranken zu halten Welcker an Böckh bei Hoffmann 181; w. verdirbt dem weibe die schönheit Laube 2, 206. demgemäsz die attribute: weich E. M. Arndt schr. f. u. an s. l. D. 1, 465; unverstanden Bismarck br. an s. braut 58; lächelnd Gutzkow 7, 390; gemein Schaffner grobschmiede (1918) 75.
Zitationshilfe
„weinerlichkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/weinerlichkeit>, abgerufen am 22.10.2019.

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