Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbebezirk, m.

-bezirk, m.,
militärsprachlich 'bezirk, in dem ein bestimmtes regiment berechtigt ist zu werben (II B 3 b)', dass. wie werb(e)distrikt, werbekanton und werb(e)kreis; vom ende des 18. jhs. an belegt: die regimenter ... haben ... ihre angewiesene kantons oder werbbezirke v. d. Trenck s. ged. u. schr. (1786) 4, 56; alsdenn die werbbezirke der regimenter (1790) allg. dt. bibl. 101 (1791) 247; führte der könig von Preuszen ... die kantonverfassung in seinen staaten ein, so dasz nun jedes regiment seinen eigenen werbebezirk hatte Hoyer gesch. d. kriegskunst (1799) 2, 76; wenigstens waren die Irokesen ... im mittel noch ein wenig grösser wie die Unionsamerikaner in den gleichen werbebezirken Peschel völkerk. (1874) 83; unter Maria Theresia ... wurde das konskriptionssystem eingeführt, wobei die verpflichtung aller untertanen zum kriegsdienste ausgesprochen wurde und die rekruten auf grund der ermittelten bevölkerungsziffer ausgehoben wurden. die werbung von inländern wurde aufgehoben und für die rekrutierung jedem infanterieregiment ein bezirk ständig zugewiesen, für den man den namen 'werbbezirk' beibehielt Alten handb. f. heer u. flotte 3 (1911) 141. gelegentlich auch auf das studentische verbindungswesen angewandt: die landsmannschaften ... bewachten eifersüchtig ihre geschlossenen werbebezirke, pflegten einen kleinlichen partikularistischen sinn Treitschke dt. gesch. 2 (²1897) 413. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 143, Z. 74.

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Zitationshilfe
„werbbezirk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbbezirk>.

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