Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbbote, m.

-bote, m.,
'bote, der eine botschaft mündlich ausrichtet' (zu werben I E 1; vgl. zur bedeutung unten Luther 10, 1, 2, 166 W. u. vgl. mundbote teil 6, 2684f.); nur frühnhd.: wyr mussen der schrifft gewonen, das angelus, wilchs wyr eyn engel heyssen, ist eygentlich szo viel gesagt, als eyn bote, nicht eyn boteleuffer, der brieffe tregt, szondern der gesand wirt mundlich tzu werben die bottschafft. alszo ist diszer name ynn der schrifft gemeyn allen gottisboten, ynn hymel und erden, es seyen die heyligen engel ym hymel odder propheten oder apostel auff erden ... alszo sind es alle gottisengel und werbboten, die seyn wort vorkundigen ... alszo ist Johannes auch eyn engel odder mundbote (1522) Luther 10, 1, 2, 166 W.; wem kuͤnd nu verborgen sein, das der ein werbbot des Antichrists sey? der nicht alleine die bruͤdere, sondern die priester gottes, ja den fuͤrsten der priester ... den stathalter Jhesu Christi auff erden, mit so vnseglichen vnd anruͤchigen namen vnd lesterung vberal schmehet, zerreisst vnd verfolgt breue bapsts Adriani VI. a. Fridrich hertzog z. Sachsen wider den Luther, a. 1523, bei Luther büch. u. schr. 2 (Jena 1563) 287ᵃ; Machomet ... nant sich ... ein propheten ... vn̄ ein apostel, das ist ein werb bottē gottes Seb. Franck weltb. (1542) 118ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 140, Z. 10.

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Zitationshilfe
„werbbote“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbbote>.

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