Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbeamt, n.

-amt, n.
1) im militärischen bereich (zu werben II B 3 b) 'amtslokal, in dem rekruten registriert werden'; erst modern belegt in historischem bericht: Hermann und die Berliner waren bei den schwarzen jägern in Jahns werbeamt gemeldet, ... wogegen die andern, in Steffens werbestube eingeschrieben und den stehenden regimentern angegliedert, geltend machten, dasz sie den hauptbegebenheiten des feldzuges stets näher sein würden Woerner d. könig hat gesprochen (1911) 50; der gasthof, mit Lützows werbeamt, glich ja einem bienenkorb ebda 88; ich bin schon eingeschrieben im werbeamt ebda 85. 2) in literarischer sonderanwendung im sinne von 'auftrag, sendung' (?; zu werben I E):
drum soll ein Deutscher auch nur kaiser sein,
im welschen lande solltet ihr ihn weih'n;
der treuen muth's sein werbeamt erfüllt,
dem sei nun seiner thaten werth enthüllt
R. Wagner ges. schr. u. dicht. 9 (³1898) 2. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 143, Z. 6.

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Zitationshilfe
„werbeamt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbeamt>.

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