Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbefahrt, f.

-fahrt, f.
1) fahrt zum zwecke der brautwerbung (zu werben II B 1); als terminus für ein bestimmtes motiv der heldendichtung in literarhistorischer darstellung; vgl. auch werbungsfahrt: Frute, bei der werbefahrt als kaufmann verkleidet Scherer lit. gesch. (¹1883) 138; nicht nur Siegfrieds tapferkeit drückt Hagen im Sachsenkrieg zum statisten herab, auch Siegfrieds erfahrung triumphiert über ihn auf der werbefahrt Roethe in: Berliner sitzungsber. (1909) 688; werbefahrt und drachenkampf (im 'Tristan') Fr. Maurer leid (1951) 220. 2) 'reise zum zwecke der propaganda für eine sache' (zu werben II B 4): dem dr. Haym, der auf seiner groszen werbefahrt hier durchkam, hab' ich einen aufsatz für die preuszischen monatshefte versprochen. gebe gott, dasz das blatt sich hält. gegenwärtig ist es schon ein fortschritt, wenn die welt nur sieht, dasz die nationale partei noch existirt (18. 10. 1857) Treitschke br. 1, 443 Cornicelius.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 146, Z. 8.

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Zitationshilfe
„werbefahrt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbefahrt>.

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