Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbehauptmann, m.

-hauptmann, m.,
'ein hauptmann, welcher mit seinen leuten auf werbung geschickt ist, welcher den auftrag hat, soldaten zu werben' (Campe 5 [1811] 680; zu werben II B 3 b); 2. hälfte d. 18. jhs.: er ist im tiefsten unglück und hat sich bey den kayserlichen anwerben lassen ... ich hab ihm geschrieben, und auch seinem werbhauptmann, dasz er mit dem transport wartet, weil er ganz gewisz gelöszt werden soll Miller briefw. dreier akadem. freunde 1 (1778) 511; in übertragenem sinne, auf den werber für eine ordensgemeinschaft bezogen: der werbehauptmann liess es (eldorado) unseren helden im hintergrunde und in tiefer ferne sehen Hippel kreuz- u. querz. (1793) 1, 532. auch in der fem. form werbehauptmannin: die frau werbehauptmannin ... war ... eine ... feine weltfrau ebda 2 (1828) 24; s. auch ebda 56. vgl. auch werb-lieutenant, in bildlicher anwendung: Belial so wol als Satan ... gaben zu verstehen, sie als armseelige werb lieutenants haͤtten keine macht generals-personen anzunemmen Lindenborn Diogenes (1742) 2, 700.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 149, Z. 47.

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Zitationshilfe
„werbehauptmann“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbehauptmann>.

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