Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbelied, n.

-lied, n.
1) 'brautwerbungslied' (zu werben II B 1) bei R. Wagner:
(Beckmesser:) ein werbelied! von Sachs? — ist's wahr?
ah! — nun wird mir alles klar!
...
o schuster voll von ränken
... der jungfer stell'st du nach.
dasz sich herr Sachs erwerbe
des goldschmieds reiches erbe
ges. schr. u. dicht. 7 (³1898) 242 (meistersinger)
(ebda auch als werbgesang, m.:
[Magdalene:] ... fürwahr ist Evchen Pogner braut —
...
den bräut'gam wohl noch niemand kennt,
bis morgen ihn das gericht ernennt,
das dem meistersinger ertheilt den preis ...
[Walther:] dem meistersinger?
.....
ein werbgesang?
7 [1898] 154).
2) modern bezeugt als 'propagandalied' (zu werben II B 4): unter den groszen werbeliedern der reformation hat sich neben Luther's 'nun freut euch' P. Speratus' 'es ist das heil' den gröszten ruf bewahrt A. Bartels bei W. Nelle schlüssel z. ev. gesangb. (1920) 156. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 152, Z. 47.

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Zitationshilfe
„werbelied“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbelied>.

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