Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbefreiheit, f.

-freiheit, f.
1) militärisch (zu werben II B 3 b). a) das recht, (in einem bestimmten gebiete) soldaten anzuwerben: nun ... begehr ich satisfaction, weil ihr meine werbfreyheit laͤdirt habt theater d. Deutschen (1768) 13, 489; zwischen der stadt und dem könig von Schweden kam ein bündnisz zu stande, in welchem Magdeburg dem könig ungehinderten durchzug durch ihr gebieth und ihre thore und die werbefreyheit auf ihrem grund und boden verstattete Schiller 8, 169 G.; er erhielt das obercommando über alle kosaken und freibeuter ... am Amur, nebst werbefreiheit Ritter erdk. 2, 2, 1 (1832) 621. b) zu werbefrei, adj.; 'diejenige freiheit, da man nicht zum soldaten geworben werden darf' (Campe 5 [1811] 680); hierzu werbefreiheitsgeld, n.: uͤberdem bezahlt die provinz jaͤhrlich 7200 rthlr. werbefreyheitsgelder allg. dt. bibl. 79 (1788) 506. 2) modern, wohl im sinne von 'propagandafreiheit' (vgl. werben II B 4): als grundsatz für die gestaltung des neuen rumänischen staates hatte die versammlung ... die volle völkische freiheit aller mitwohnenden völker freiwillig und ungebeten anerkannt ... presse-, versammlungs-, vereins- und werbefreiheit qu. a. d. j. 1936. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 147, Z. 15.

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Zitationshilfe
„werbfreiheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbfreiheit>.

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