Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werbetisch, m.

-tisch, m.,
tisch, an dem soldaten geworben werden (zu werben II B 3 b):
drum setzt man um den werbetisch
in Ungarn stets Zigeuner,
die geigen oder blasen frisch
und werden stündlich bräuner
Hebbel w. 6, 191 Werner;
'das sind doch unmöglich lauter handwerksburschen?' fragte er sich nach dem ersten blicke über die vollgedrängte, lange schenkstube. waren's! mit geringen ausnahmen waren es alle noch gewesen vor ganz kurzer zeit, ehe sie bündel und wanderstab von sich warfen, verblendet durch das klingende funkelnde gold des werbtisches, der droben, Bludenz gegenüber, auf der Schweizerseite des Inn aufgerichtet stand zum fange lockerer vögel, die es vorzogen, statt dem harten aber freien brode der arbeit und entbehrung auf heimatlicher erde das entehrende des söldners zu essen im fremden undeutschen lande, dafür aber auch des soldgebers lied zu singen J. Messner ausgew. w. 100 P. Messner.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 199, Z. 2.

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Zitationshilfe
„werbtisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werbtisch>.

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