Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werdeprozesz, m.

-prozesz, m.,
vereinzelt auch werdensprozesz (Lassalle ausgew. reden [1862] 2, 428), 'entwicklungsprozesz': so interessant es wäre, neben dem werdeprocesz des dichters auch den des kunst-philosophen in seinen verschiedenen stadien zu veranschaulichen, es würde für meinen zweck zu weit führen Hebbel w. 11, 166 Werner; die erinnerung an den werdeprocesz der gegenwart Gutzkow ges. w. (1872) 12, 222; ich war immer glücklich, dem werdeprozesz solches baumkuchens zusehen zu können Fontane ges. w. II 1 (1920) 167; der weltprozesz ist dann überhaupt der werdeprozesz des wertvollen Nic. Hartmann ethik (²1935) 152; der werdeprozesz des gedankens ist in der hauptsache schon abgeschlossen Dehio gesch. d. dt. kunst 3 (1926) 133. pluralisch: hier (1914) waltete nun freilich, wie immer bei uns (Deutschen), eine eigentümliche selbstbefangenheit, ein völlig naiver egoismus, dem es nicht darauf ankommt, ... dasz für die deutschen werde-prozesse (und wir werden ja immer) eine ganze, schon fertigere ... welt mit uns ihr blut zu vergieszen hat Th. Mann Faustus (1948) 477.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 271, Z. 38.

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Zitationshilfe
„werdeprozesz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werdeprozesz>.

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