Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werderuf, m.

werderuf, m.,
der ruf es werde:
ungescheuetem mund
enttönt durch die nacht der zerstörung
in das neue chaos
weckender, zeugender, geburtenentbindender werderuf;
seine Brandenburg verjünget
der Hohenzoller
Immermann w. 19, 265 Hempel;
wenn ... plötzlich durch die natur der werderuf des frühlings ertönt Gutzkow ges. w. (1872) 3, 250; und dass ... dann durch einen werderuf an ihre stelle eine neue schöpfung getreten sei Peschel völkerk. (1874) 15; ... dasz das menschlich-schöpferische denn endlich doch als ein ferner abglanz göttlicher seinsgewalt, als ein widerhall des allmächtigen werderufs, und die produktive eingebung allerdings als von oben kommend theologisch anerkannt wurde Th. Mann Faustus (1948) 182. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1958), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 273, Z. 60.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
weltherrschaft werksbesitzer
Zitationshilfe
„werderuf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werderuf>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)