Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wergig, adj.

wergig, adj.,
'stuppeus', ableitung von werg 'stuppa': stuppeus werckecht (15. jh., md.); stuposus werckig (15. jh.) Diefenbach gl. 558ᵃ; werckig, voll wercks plein d'estoupes, pien di stoppe Hulsius-Ravellus teutsch-frz.-it. (1616) 406ᵃ; noch in heutiger mundart: wärchig wergen; vom faden, der seide, struppig Seiler Basel 310; wergig werg-artig ... durch das dörren wird der flachs wergig Fischer schwäb. 6, 1, 702; werchig und werchet aus werch gearbeitet, werchen, rupfen Unger-Khull steir. 630ᵃ; viarkiΧ 'werg führend, habend' bzw. 'wergartig' Krausz wb. d. nordsiebenbürg. handwerksspr. 1062; in botanischer fachsprache (zu werg 4): stuposus wergig, im innern mit werg erfüllt, z. b. das lager von evernia und roccella Bischoff wb. d. beschr. bot. (1839) 199; werg in der botanischen terminologie so viel als 'stupa, stuppa' ... wergig so viel als 'stuposus, stuppeus' Krünitz encycl. 238 (1856) 425.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 324, Z. 43.

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Zitationshilfe
„wergig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wergig>.

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