Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkbank, f., (schweiz. m.).

werkbank, f. (schweiz. m.).
1)
arbeitsbank:
bym werchbanck er über mich juckt,
fründlichen er sich zuͦ mir schmuckt
H. R. Manuel weinsp. v. 2954 ndr.;
wenn wir mit müh, arbeit und schwitzen
tag und nacht auf dem werkbank sitzen
qu. a. d. j. 1630 in: schweiz. id. 4, 1389;
ist es recht, da ihr ... wann man in die kirchen leutet, noch auff den werckbaͤncken sitzet, flicket und fetzet? Weinheimer Gomorra der ... entheiligung des sabbaths (1661) 36.
2)
arbeitstisch (vgl. wirkbank teil 14, 2, 550): es soll auch am eck desz gieszhausz die schlosserey mit 2 essz gebawt, ein werckbanck mit 6 schrauffstoͤcker Fronsperger kriegsbuch 2 (1573) 154ᵃ;
doch ist dis der weiber lust: die es (das garn) dan aus ihrer hand,
ihrem weber schikken zu: der es auf die werkbank spant
Zesen Prirau (1716) 516;
der kaufmann und der handwerker würden ... den tag über und das jahr durch ... an ihrem pult und an ihrer werkbank angeschlossen sitzen Pestalozzi s. schr. (1819) 7, 87;
mei' vetta, mütterlicher seit',
der treibt dö herrgottschnitzerei,
dem stell' ich aft dö längste zeit
mich an sein werkbank nah' hiebei
Anzengruber ges. w. (1890) 5, 333;
... die in nimmer ruhender geistesarbeit oder an der werkbank ... ihr bestes hergaben qu. a. d. j. 1916; laszt euch den platz an der werkbank nicht nehmen! Leppa herzenssachen (1928) 15. so auch als ausdruck der eigentlichen fachsprache bezeugt: werkbank des nadlers, ein nicht gar zu groszer und niedriger tisch, von starkem eichen- oder kienenholz, woran derselbe verschiedene kleine waaren verfertiget, als haken, oesen etc. neben der werkbank steht ein klotz, der mit jener gleiche höhe hat. auf diesem klotz ruhet ein doppelter ambosz Jacobsson technol. wb. (1781) 4, 637; werkbank der klempner ist eine gewöhnliche hölzerne bank, auf welcher die kleinen werkzeuge des klempners liegen ebda 8, 190; werkbank arbeitstisch (handw.) Hoyer-Kreuter techn. wb. (1902) 1, 845; s. ferner: Schmidt-Petersen nordfries. 162; Mensing schlesw.-holst. 5, 528; Fischer schwäb. 6, 1, 706 sowie schweiz. id. 4, 1389.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 348, Z. 28.

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Zitationshilfe
„werkbank“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkbank>.

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