Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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werkel, n.

werkel, n.,
vereinzelt bezeugtes deminutivum von werk (vgl. werkchen und werkelchen): werckel opusculum, voc. inc. teut. (Speyer, um 1485) nn 7ᵇ; so wird doch dem geneigten, gemuͤths-veraͤnderung liebendem leser solche durch und durch selbst inventirte schreib-art und vorstellung hoffentlich nicht unbehaͤglich und unerbaulich vorkommen, noch dahero das werckel selbst ... vor ein fabuloses und selbst ausgesonnenes figmentum und nichtsnutzendes gedichtel halten Jesuiter rahtsstube (1684) ):( 2ᵇ; so ein werkel (uhrwerk) nutzt sich halt auch ab, wie wir menschenkinder Holtei erz. schr. (1861) 17, 29. im österreichischen hat werkl die bedeutung 'leierkasten, (spött.) maschine, betrieb' (Jakob Wien 218): sie singen, als wenn's auf einem werkel abgerichtet wären Meisl theatr. quodlibet (1820) 4, 71; ein werkel, wie man die drehorgel in Ungarn nennt Blüthgen zigeunerweisen, in: zs. f. dt. spr. 9, 168; so schon von Loritza id. Viennense (1847) 142 und Castelli ma. in Österr. (1847) 265 gebucht; s. auch Kretschmer wortgeogr. 325 und vgl. werkelmann (2).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 353, Z. 19.

werkel, m.

werkel, m.
1)
'taglöhner bei bauern', s. Fischer schwäb. 6, 2, 3405.
2)
kurzform von werkelmann (2), s. Kretschmer wortgeogr. 325.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 353, Z. 39.

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Zitationshilfe
„werkel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkel>.

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