Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkeltagswelt, f.

-welt, f.,
'alltagswelt, prosaische welt', in der dichtersprache des 18./19. jhs. als übersetzung von Shakespeares working-day world (as you like it I 3, 12) aufgekommen (s. auch unter werktagswelt): dieser unsrer welt, welche ... zu allen zeiten nichts besseres als eine werkel-tags-welt (wie Shakespear sie irgendwo nennt) gewesen ist Wieland Agathon (1766) 2, 292; o! wie voller disteln ist diese werkeltagswelt! Eschenburg Shakespear's schausp. (1775) 2, 306; es lässt sich in dieser werckeltags welt nichts auserordentliches zu stande bringen (9. 7. 1786 an Charl. v. Stein) Göthe IV 7, 240 W. (neben werkelwelt ebda I 13, 1, 118); seitdem ihm die grosse welt zur werkeltagswelt geworden war, fiel ihm verstellung vor ihr schwerer Jean Paul w. 7/10, 406 Hempel; um ... jene ... naturschönheiten zu betrachten, die unsere seele ... emporheben aus der werkeltagswelt Heine s. w. 6, 440 E.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 358, Z. 55.

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Zitationshilfe
„werkeltagswelt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkeltagswelt>.

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