Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkgerät, n.

-gerät, n.,
'ein geräth, werkzeug, dessen man sich zum werke, zu einer arbeit, verrichtung bedienet' (Campe 5 [1811] 685): der erste helle saal des groszen pantheongebäudes, wo zwar alle menschen und werkgeräthe des griechischen opferbetruges schwinden Herder bei Campe a. a. o.; um jede dame an ihrem nachttisch schwebt ... ein heer unsichtbarer silfen, um die neue schöpfung zu vollziehn ... viele sind über das mannigfaltige werkgeräthe der schönheit gesetzt Sturz schr. (1779) 2, 413; mit freudigem schrecken erblickte sie in der erde von einem der beete ein grabscheit. 'also gar weit ist er nicht, da sein werkgeräth noch vorhanden ist ...' Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 17, 348;
ob er (der eingekerkerte maler) kein andres werkgeräth auch fände,
so würd' er machen seiner steinwand glätte
zur leinwand, und zum griffel seine kette,
und drauf eingraben seine gegenstände
Rückert ges. poet. w. (1867) 1, 308;
einst sasz er mit seinem werkgeräth,
mit scheere, pinsel und flasche
A. v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1878) 1, 251;
er starrte vor sich hin, zog sachte seine hand zurück und begann unter seinen schnitzmessern und werkgeräten zu kramen Anzengruber ges. w. (1890) 1, 110; und das werk-gerät (ist) ein anderes als der werkmeister Geucke nächte (1906) 309.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 368, Z. 12.

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Zitationshilfe
„werkgerät“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkger%C3%A4t>.

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