Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkgeschirr, n.

werkgeschirr, n.,
wie werkgerät und -zeug, besonders im alemannischen (s. auch Fischer schwäb. 6, 1, 708 u. schweiz. id. 8, 1175): es sol ouch nieman kein wergkgeschirre, welcher hande daz ist, lihen noch tuͦn lihen (1405) verfassungsgesch. d. st. Straszburg 1, 25 Eheberg; waz ich in die muͥli braht haͧn von werkgeschirr oder husgeschirr daz mir zuͦgehoͤrt, daz sol mir alles folgen (1408) urk.-b. d. klosters Heiligkreuztal 2, 32 Hauber; werckzeüg oder werckgschir der bauwren arma rusticorum Maaler teutsch spraach (1561) 489ᵇ; ein bawren gehoͤrt ein karst ... eim handwerck sein werckgeschirr Lehman floril. polit. (1662) 1, 179; es muszte allerhand milch- und werkgeschirr eingekauft werden Bräker s. schr. (1789) 1, 15; der arbeitsmann, der beständig von seinem werkgeschirr redet ... wie er meyne, dasz man sein handwerk treiben müsse Pestalozzi s. schr. (1819) 12, 290; alles werkgeschirr und holz ward hingeführt Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 21, 107;
wohlan! sie (das volk beim turmbau zu Babylon) sprechen eine zung'
und die will ich verwirren,
ob sie dann haben kraft genung
in ihren werkgeschirren
Rückert ges. poet. w. (1867) 7, 214.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 369, Z. 1.

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Zitationshilfe
„werkgeschirr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkgeschirr>.

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