Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkheilig, adj.

werkheilig, adj.,
von der substantivischen komposition werk-heilige (s. dort) abgeleitet: dann wie wir sehen bei den vnsern letzten vnd ferlichsten gezeitten, nimbt menschenleere, die werck vonn dem nechsten, gibt sie den personen, muͤnchen, pfaffen, nonnen vnd allen andern werckheiligen heüchlern Caspar Guetel ein christl. i. wort gottes gegründter auszzug (1523) B 4ᵇ; darumb heist impius aigentlich kein auszerlich dieb, morder ... sonder ein weltfruͦmer werckheiliger mensch Seb. Franck chron. d. Turckey (1530) M 1ᵃ; in phariseischer vermessenheit vnd cloͤsterlicher und werckheiliger hoffart Mathesius Sarepta (1571) 144ᵇ; wie kommen sie dann mit Loida, Xaveris etc. in das papistische, werckheilige spiel? T. Wagner evang. censur (1640) 365.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 371, Z. 70.

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Zitationshilfe
„werkheilig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkheilig>.

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