Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkmesser, n.

werkmesser, n.,
werkzeug insbes. des sattlers, schuhmachers und hufschmiedes (vgl. werkeisen): alisorium est cultellus sutoris werchmesser (1470) Diefenbach hd.-böhm. wb. 20; scalprum werckmesser (15. jh.) voc. inc. theut., bei Diefenbach gloss. 515ᶜ; sondern du solt ... das werckmesser, sichel oder karst auch mit der faust fuͤhren H. Roth brautpred. (1596) 1, 193ᵇ; lass dem ross die steingallen mit eipem (!) werckmesser aussstechen Seutter hippiatria (1599) 398; und schneide solches ... mit dem werckmesser, wie die schuster brauchen E. A. v. Dehn weinbawbuch (1629) 185; werkmesser (riemer, sattler) dasjenige messer womit das leder zur arbeit zugeschnitten wird. die klinge gleicht einer halben scheibe, deren schneide gut verstählt und geschliffen ist Jacobsson technol. wb. (1781) 4, 638; wièrkmèsser das sattlermesser, le couteau à pied Gangler luxemb. 482; werkmesser oder wirkmesser technischer ausdruck des schmiedes für ein schaufelartiges, mit doppeltem griffe versehenes instrument, durch welches die hufe der zu beschlagenden zugthiere (pferde, ochsen, kühe) beschnitten, geebnet werden Spiess Henneberg 281; ähnlich Mensing schlesw.-holst. 5, 529. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 389, Z. 59.

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Zitationshilfe
„werkmesser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkmesser>.

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