Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkreich, adj.

werkreich, adj.,
nur frühnhd. bezeugt.
1)
reich an befestigung(swerk, s. ¹werk II 2 a): sintemal sie ausz allerlei materien werckreiche thuͤrn und andere kriegsruͤstungen mit forchtsamen bildnussen gemacht H. Halverius warhafftige beschr. (1570) 206.
2)
reich an guten werken, im gegensatz zu werklos (s. dort): welches im grund nicht anders ist, den die wahre liebe, die thaͤtige, geschefftige, werckreiche liebe, als ein unnoͤtig ding zur seligkeit, aus dem Christenthumb ... hinaus weisen C. Ulenberg erhebl. u. wichtige ursachen (1589) 489; fuͤrwar es muͤste das werckreiche pabstumb bestehen, wie butter an der sonne J. Samson synopsis (1649) 51.
3)
im gegensatz zu glaub- und lehrreich gebraucht: die vrsach solcher anrede (durch gott), die ist vnter andern die quellsuͤnd vnd stockwurtzel aller vntugenden, nemlich defectus cognitionis practicae, der mangel der glaubvnd werckreichen erkantniss gottes Dannhawer catech. (1657) 4, 240;
also wirt sin geschlecht dem andern stehts bezeugen
wie lehrreich seine (gottes) werck, wie werckreich seine wort
Weckherlin ged. 2, 75 Fischer.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 392, Z. 57.

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Zitationshilfe
„werkreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkreich>.

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