Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkscheibe, f.

-scheibe, f.
1) stück werkblei: hat man vor zeiten auch die ertz durch den ofen gehen lassen vnnd ins pley bracht, darnach die werckscheiben darinn bley vnd silber, vnnd andere wildigkeit bey einander ist, auff dem treibherd von einander geschieden Mathesius Sarepta (1571) 67ᵃ; nach dem schmeltzen bleibt eine unreinigkeit uͤbrig in den werck-scheiben von kiesz, speise und bleischaum J. B. v. Rohr Ober-Hartz (1739) 559; das treiben der werkscheiben geschieht mit holtz und wasen (in bündeln gebundenen reisern) J. Fr. Zöllner br. üb. Schlesien (1792) 1, 226; bildlich: der rechte bachan, huͤtte rector vnnd schmeltzer, durch den gott zu vnsern zeyten gepuchet vnnd angelassen, der ... durch den der geyst gottes mit freydigkeyt zugeblasen vnnd getrost hat geprediget vnd geschrieben, das die roͤmische pagament vnd werckscheyben geflossen Mathesius ausgew. w. 3, 419 L. 2) teil eines befestigungswerkes: also ist bezeichnet die ruͤstung der werkscheiben, die gehoͤrt vnder ein thor, darauff ein schlag thurn Fronsperger kriegsbuch 2 (1573) Hh 4ᵃ. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 394, Z. 22.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„werkscheibe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkscheibe>.

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