Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werkschule, f.

werkschule, f.
1) ausbildungsstätte für bestimmte berufe oder gewerbe: es fiel auch damals niemand ein, dasz sie nur den Herrnhaag zu einer werckschule und seminario brauchten Alex. Volck d. entdeckte geheimnis (1750) 1, 821; wenn man aus diesem grunde in Dresden eine blindenanstalt zur bloszen werkschule gemacht hat, so kann ich dieser meinung nicht sein A. H. Niemeyer beob. auf reisen (1826) 4, 2, 70; zu bürgerschulen gehören werkschulen, die nicht gerade gewerbschulen zu sein brauchen Herbart s. w. (1850) 10, 307 H.; auf ähnliche erscheinungen des tierreichs übertragen: man findet also in dem tierreiche die vollkommenste kunst- und werkschule gebohrner meister Reimarus wahrheiten (1766) 312. 2) insbes. 'die hin und wieder zum behuf des gemeinen bestens getroffene polizey-anstalten, nebst denen darzu gehoͤrigen gebaͤuden, darinne insonderheit junge leute in allerhand mechanischen und mathematischen kuͤnsten, so wohl auf eine theoretische, als practische art angefuͤhret werden' Noel Chomel, öcon. lex. (1750) 8, 2323. 3) titel eines lehrbuches: mathematische werkschule oder gruͤndliche anweisung, wie die mathematischen instrumenten ... zu gebrauchen (1765) allg. dt. bibl. 10 (1769) 271. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 395, Z. 33.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„werkschule“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkschule>.

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