Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werktätige, m. und f.

werktätige, m. und f.,
in den dreisziger jahren des 20. jhs. aufkommende substantivierung des adjektivs werktätig, 'der (schaffende) arbeiter' (Hoffmann wb. d. dt. spr. [1936] 638). das wort ist ein fester bestandteil der modernen marxistischen terminologie geworden, da es umfassender als proletarier oder arbeiter den kreis 'aller berufstätigen' bezeichnet, 'die nicht ausbeuten' (lexikon A—Z 2 [Lpz. 1957] 957): der ... aufruf schlosz mit dem rufe: es lebe die schaffende arbeit aller werktätigen qu. a. d. j. 1935; gesundheit (sschutz) der deutschen werktätigen Meiszner verwaltungsrecht (1935) 216; wer denn sollte den statt der werktätigen, den er miterkämpft hat, bewachen und schützen, wenn nicht werktätige wie er? Bredel 50 tage (1952) 8; der erste fünfjahrplan brachte einen gewaltigen aufschwung der aktivität, der initiative, der bewusztheit, der arbeitsdisziplin der arbeiter, der bauern und aller werktätigen. die sache des betriebes ... wurde zur sache der in den betrieben arbeitenden werktätigen selbst vorwärts, neues Deutschland vom 3. 4. 1956 seite 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 414, Z. 71.

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Zitationshilfe
„werktätige“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werkt%C3%A4tige>.

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