Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wermutbier, n.

wermutbier, n.,
'bier, welchem mit zugesetzten wermuth ein bitterer geschmack gegeben worden' (Adelung 5 [1786] 186); zu wermut 1:
die (fischspeise) wil ich euch bald bringen her,
vnd auch darzu gut wermut bier
(1580) Bartholomäus Krüger sp. v. d. bäur. richtern 65 Bolte;
(eine kranke) hat also gros verlangen nach wermutbier gehabt Bütner epitome historiarum (1596) 128ᵃ; wenn man nuͤchtern wermuthbier trinket W. Hildebrand magia naturalis (1610) 74; endlich ... pfleget man auch ... biere aus ... wurtzeln, kräutern ... und saamen zuzubereiten, die den menschen stat einer artzeney dienen koͤnnen, dergleichen (sind) wermuth-bier, salbeyen-bier Zincke allg. öcon. lex. (1744) 321; wermuthbier durch wermuth bitter gemachtes bier, man thut den wermuth entweder in die fässer, auf welchen das bier gährt, oder man thut ihn in ein leinenes säckchen und hängt dieses einige zeit durch das spundloch in das fasz, welches während dieser zeit zugespundet wird Krünitz encycl. 238 (1856) 429. über hauszwermut bier s. Germania 27 (1882) 185.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 435, Z. 52.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wermutbier“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wermutbier>.

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