Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wermutbitter, wermutsbitter, adj.

wermut(s)bitter, adj.,
'bitter wie wermuth' (Hulsius-Ravellus t.-frz.-it. [1616] 406ᵃ): unter den bittern (geschmack) gehoͤren die wermuht-bittere, aloetische, gallichte, saltzigte (geschmacksart) Marperger kaufmannsmagaz. (1708) 1357; wermuth bitter amer comme de l'absinthe Mozin wb. d. frz. spr. 4 (1856) 1207ᵇ; besonders in bildlichen anwendungen: und verzukkert di hofnung kuͤnfftiger ehre alles wermuttbittere vorhaben Q. Kuhlmann lehr hoff (1672) 461;
ein wermuth-bitter tod ist ewig ruhm zu schaͤtzen
Lohenstein Epicharis (1685) 91;
tolle liebe,
deine thorheits-vollen triebe
bringen wermuts-bitt're pein
Weichmann poesie d. Nieders. (1721) 1, 160;
seine (d. grabes) wermutbittern schauer soll kein lenz mehr ... mildern!
G. Keller ges. w. (1889) 9, 95.
hierzu wermutsbitterkeit, f., als dichterische gelegenheitsbildung:
nein! ich schmeck' — und o! mit beben —
seine (des kelches) wermutsbitterkeit
K. G. v. Brinkmann ged. (1789) 1, 88.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 436, Z. 1.

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Zitationshilfe
„wermutbitter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wermutbitter>.

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