Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wermutsalz, n.

wermutsalz, n.,
'sal absinthii' (Orsäus nomencl. meth. [1623] 246); 'die aus dem wermutkraut gewonnene pottasche' (schweiz. id. 7, 894): inn Sachsen haben sie ein wermutsaltz, sal absynthide genannt, das soll ohn allen zweifel vor der pestilentz bewaren vnd erledigen Wirsung artzneyb. (1584) 719; darauff er allerlei nothwendige unnd hierzu dienstliche artznei gebraucht, sonderlich aber wermuthsaltz G. Maier histor. lustgarten (1625) 1, 182; reinige erst den leib, dann nimm gebrant hirschhorn mit ein wenig wermuth-saltz Lehmann histor. schauplatz (1699) 592; uͤber die gleichheit des wermuthsaltzes mit dem weinsteinsalze allg. dt. bibl. (1765 ff.) 104, 236; bildlich:
denn dieses theure wort, und dein verlust darneben,
musz lauter wermut-saltz auf deine speisen streun
Chr. Stieff sammlung (1729) 2, 307.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 438, Z. 67.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wermutsalz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wermutsalz>.

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