Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertbegriff, m.

wertbegriff, m.,
vereinzelt auch wertsbegriff, der begriff des wertes im allgemeinen wie der innerhalb einer werttheorie u. a. behandelte einzelbegriff (s. Heyde wert [1926] 30 f.): die nationalökonomischen werthbegriffe des geldes und der arbeitskraft sind hier noch nicht entdeckt W. H. Riehl naturgesch. (1851) 1, 229; der historiker darf so wenig wie der naturforscher nach aesthetischen werthbegriffen parteiische wahl üben Justi Winckelmann (1866) 2, 2, 115; die grundbegriffe der waldwerthberechnung aus dem allgemeinen werths- und wirthschaftsbegriffe abzuleiten Bernhardt waldeigent. (1872) 3, 298; zur dogmengeschichte des wertbegriffes (kapitelüberschrift) hdwb. d. staatsw. (²1898) 7, 748; die moderne wertlehre ... betrachtet den wert eines gutes als eine beziehung zwischen einem einzelnen wirtschaftenden subjekt und dem gute; nach dieser auffassung lässt sich der wertbegriff von der vorstellung einer bestimmten menge des gutes nicht loslösen Czuber wahrscheinlichkeitsrechn. (1908) 1, 244; bedenken wir, dasz der wertbegriff an sich dem begriff der reinen wissenschaft fremd ist, so ... Max Planck in: forsch. u. fortschr. 9 (1933) 153; da die ethischen inhalte in der umgangssprache nur sehr unvollkommene bezeichnungen finden, so ist jeder ansatz zur prägung von wertbegriffen eine forderung Nic. Hartmann ethik (²1935) 58.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 471, Z. 61.

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Zitationshilfe
„wertbegriff“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertbegriff>.

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