Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werteinheit, f.

werteinheit, f.
1)
einheit im zahlungsverkehr: sie (die Indianer) haben keinen handel mit waaren, die gezählt oder auf eine werteinheit bezogen werden müssten v. d. Steinen Zentralbrasilien (1894) 409; erst im neuen reiche fungieren kupferdrähte bestimmten gewichts (uten, deben) als wertmesser ... im übrigen scheint die stellung der gewichtsuten zu der werteinheit 'uten' noch keineswegs geklärt hdwb. d. staatsw. (³1909) 1, 89.
2)
wertmasz von gegenständen, die zur behördlichen verhandlung stehen: die unterarten dieser gruppe (gradationsgebühren) sind wertgebühren, wo die wertsumme nach werteinheiten der zur behandlung stehenden gegenstände zu grunde liegt hdwb. d. staatsw. (²1898) 4, 23.
3)
vereinzelt als gegensatzbezeichnung zu wertmannigfaltigkeit: gäbe es einen einzigen inhaltlich faszbaren obersten wert, von dem alle anderen abgeleitet wären, so könnte ... ein solcher konflikt (widerstreitender werte) nicht eintreten ... die synthese der werte wäre in der werteinheit gegeben Nic. Hartmann ethik (²1935) 192.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 474, Z. 61.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„werteinheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werteinheit>.

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