Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertgefühl, n.

-gefühl, n.,
das gefühl des wertseins (vgl. wertempfinden): so war dein geist genöthigt, ... sein eigenes kraft- und werthgefühl beständig zu verläugnen J. A. Fessler Abälard u. Heloisa (1810) 1, 74;
drum glücklich nur einmal gewesen sein,
nur wissen, dasz uns jemand liebt und fort
so lieben würde, wenn er lebte — das
ist glück, ist werthgefühl zu aller zeit
L. Scheffer ausgew. w. (1845) 5, 217;
besonders in philosophischer fachsprache; für 'gefühle, die sich an wertungen knüpfen oder die selbst wertungen konstituieren' (Eisler wb. d. philos. begriffe 3 [1910] 1765): er (philosoph) musz selbst vielleicht kritiker und skeptiker ... und beinahe alles gewesen sein, um den umkreis menschlicher werthe und werth-gefühle zu durchlaufen Nietzsche w. (1921) I 7, 161; wenn wir heute in der wissenschaftlichen ethik von einem wert- und schätzungsproblem, von der psychologie der wertgefühle, von wertwandlung und umwertung als von den wichtigsten untersuchungsobjekten dieser disziplin sprechen Raoul Richter essays (1913) 166; nächstenliebe ist das lebendige wertgefühl für den wert des anderen Nic. Hartmann ethik (²1935) 413 u. ö.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 480, Z. 1.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wertgefühl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertgef%C3%BChl>.

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