Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

werthaltung, f.

-haltung, f.,
das wert-halten (vgl. wertachtung und -habung): und gehet es den worten wie den menschen, dasz, wann sie sich gemein machen, in verachtung und abbruch ihrer (der ihnen zuteilwerdenden) werthhaltung zufallen pflegen Harsdörffer teutsch secretar. (1656) 1, 169; die rechte ausuͤbung und werthaltung der teutschen sprache Schottel haubtspr. (1663) 5; zu was aber diente solchen fuͤrsten ... die werthhaltung der verwesslichen gebeine Lohenstein Ibrahim sultan (Breslau o. j.) J 3ᵃ; ich wunderte mich aber nicht wenig, diese kostbare sammlung in einige kleine, duͤstre, armseelige stuben, so ganz ohne allen anschein von werthhaltung vertheilt zu finden S. G. Bürde erz. v. e. gesellschaftl. reise (1785) 195; nichts wäre mir lieber, als wenn sie sich alle in werthhaltung und zuneigung um dich versammelten (19. 7. 1801) Caroline 2, 130 Waitz; im modernen dt. findet sich auch der plural: von den helden der vorzeit wurde jetzt (zur Stauferzeit) an den fürstenhöfen gesungen; es muszten auf der stufenleiter der werthaltungen sehr starke verschiebungen sich zugetragen haben, damit die 'welt' ihr daseinsrecht so offen zurückfordern durfte Dehio gesch. d. dt. kunst (1919) 1, 211 u. ö.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 482, Z. 23.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„werthaltung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/werthaltung>.

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