Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertindifferent, adj.

wertindifferent, adj.,
indifferent hinsichtlich der wert/unwert-scheidung, weder positiv noch negativ zu werten: zwischen den beiden extremen, dem allgemeinen und dem individuellen, liegt das besondere ... es wäre falsch anzunehmen, dasz die extreme allein wertvoll seien, das ganze kontinuum der übergangsstufen aber wertindifferent Nic. Hartmann ethik (²1935) 288; hier läszt sich nun zusammenfassend sagen, dasz es in ... den verhältnissen und dem personalmilieu, die das leben eines menschen erfüllen, schwerlich etwas gibt, was schlechterdings wertindifferent für ihn wäre; alles hat für ihn seine axiologische färbung, sei es positiv oder negativ ebda 335; substantiviert: die 'verwertung' des an sich wertfremden und wertindifferenten ... ein wertvollwerden des wertlosen Nic. Hartmann ethik (²1935) 274; ebda 558 auch wertindifferenz, f.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 484, Z. 56.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wertindifferent“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertindifferent>.

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