wertlehre f.
Fundstelle: Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 485, Z. 57
wie werttheorie (axiologie, timologie), sowohl ein fachwort der wirtschaftswissenschaft wie der (wert-)philosophie: die Careysche wertlehre unterscheidet sich von der Ricardoschen, die den bestimmungsgrund für den wert aller für den menschen erreichbaren dinge in der zu ihrer produktion erforderlichen arbeit erblickt hdwb. d. staatsw. (²1898) 3, 7; die ältere wertlehre betrachtete den wert eines gutes als eine ihm innewohnende eigenschaft Czuber wahrscheinlichkeitsrechn. (1908) 1, 244; die lehre (Hegels) vom 'objektiven geist' läszt sich nur als wertlehre richtig würdigen Rickert Windelband (1915) 21; mit dieser aufgabe (dem problem eines systems der werte) nimmt es die ethik in der tat auf — in der wertlehre (axiologie), die inhaltlich ihren grundstock bildet Nic. Hartmann ethik (²1935) 39.
Zitationshilfe
„wertlehre“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertlehre>, abgerufen am 14.12.2019.

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