Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertmesser, m.

-messer, m.
1) den wert anderer gröszen bestimmendes, zur wertbestimmung gebrauchtes (vgl. wertmasz und -maszstab): seit ... das kupfer der regelmäszige werthmesser geworden war Mommsen röm. gesch. 1 (²1856) 142; das geld ... funktioniert zwar auch als preisgut, aber hauptsächlich als wertmesser der in natura gegeneinander getauschten güter hdwb. d. staatsw. ³1, 79; Lochners dreikönigsbild ist das deutsche gegenstück zum Genter altar ... das eine werk kann nicht der wertmesser des andern sein Dehio gesch. d. dt. kunst 2 (1921) 200; das evangelium wurde mir immer unbestreitbarer zum wertmesser alles vergangenen und bestehenden qu. a. d. j. 1938. 2) kriterium, gradmesser des wertes: erfahrene menschenbeobachter halten für den richtigsten wertmesser das benehmen der kinder, die das gemüt der eltern darin zur schau legen (1837) F. L. Jahn br. 413 Meyer; weiter kommt als wertmesser der geruch (das aroma des tabaks) und der geschmack in betracht, der vom klima abhängt E. Merck warenlex. (⁶1919) 439ᵇ; im übrigen ist die dauerhaftigkeit einer einrichtung an sich noch kein wertmesser für ihren inneren wert qu. a. d. j. 1932. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 488, Z. 14.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wertmesser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertmesser>.

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