Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertunterschied, wertsunterschied, m.

wert(s)unterschied, m.,
verschiedenheit hinsichtlich des wert-seins (vgl. wertdifferenz): es besteht in bezug auf die sünde kein werthunterschied unter den menschen Schleiermacher s. w. (1834) I 3, 411; nicht der gehalt als solcher begründet die schönheit in der stufenfolge des werth-unterschieds, sondern der gehalt, wie er in die form aufgeht Vischer ästhetik (1846) 2, 9; der nach nr. 2 zu ermittelnde wert ... und der wertsunterschied, welcher nach § 712 für die beschädigung als grosze haverei in rechnung kommt handelsgesetzb. v 1861 § 719; die wertunterschiede innerhalb des landes derselben kulturart ... werden (bei grundstückzusammenlegungen) festgestellt hdwb. d. staatsw. (²1898) 7, 1039; Leibniz dagegen wurde gerade durch den gegensatz zum Spinozismus dazu geführt, den wertunterschied der ewigen und der tatsächlichen wahrheiten ... in einen metaphysischen unterschied umzudeuten W. Windelband gesch. d. neueren philos. (⁴1907) 1, 474; er hat nur wertunterschiede gekannt: gut oder schlecht W. Pinder d. kunst d. dt. kaiserzeit (1935) 1, 28.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 498, Z. 31.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wertsunterschied“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertsunterschied>.

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