Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertwidrig, adj.

wertwidrig, adj.,
nicht wert seiend, allem wert-sein entgegengesetzt: alles, was seinen werth in sich hat, wird durch den parasitismus des priesters ... grundsätzlich werthlos, werth-widrig gemacht Nietzsche w. I 8 (1895) 248; man musz vielmehr das wissen um gut und böse bereits mitbringen als wertmaszstab des erfahrbaren überhaupt, um wissen zu können, ob das erfahrene ein wertvolles oder wertwidriges ist Nic. Hartmann ethik (²1935) 51; man musz ... schon um sie (ethische werte) wissen, um unterscheiden zu können, ob sein tun wertvoll oder wertwidrig ist ebda 52 u. ö. substantiviert: innerhalb der sphäre von gebilden, auf die als träger sie bezogen sind, stehen die werte dem wertwidrigen nicht gleichgültig oder träge gegenüber Nic. Hartmann ethik (²1935) 145; das wertwidrige wertvoll machen ist wertfälschung ebda 152 u. ö. ebda auch wertwidrigkeit, f.: das anklagende gewissen ist das bewusztsein dieser urheberschaft — die synthese mit dem gleichzeitigen bewusztsein der wertwidrigkeit.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 502, Z. 43.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wertwidrig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertwidrig>.

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