Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wertzeichen, n.

wertzeichen, n.
1)
meist mit bezug auf zahlungsmittel: eine andere maaszregel ... welche sich zwar nicht mit der ... lehre vom papiergelde zusammenstellen läszt, aber doch die idee von nichtmetallischen werthzeichen in anwendung brachte Raumer Hohenstaufen (1823) 3, 542; der geschlossene handelsstaat ... bedarf als geld nur ein wertzeichen hdwb. d. staatsw. (²1898) 3, 880; über 140 arten papierner wertzeichen in den verschiedensten stückelungen (bis zu einem taler herab) liefen um (1873 in Deutschland) Alten hdb. f. heer u. flotte (1909) 1, 818; dann ... schreibt (man) dem geld nur repräsentativen wert zu oder behandelt es als ein reines wertzeichen oder unterpfand Luschin v. Ebengreuth münzk. (²1926) 22.
2)
stempelmarken: statistische stempelmarken (wertzeichen zur entrichtung der statistischen gebühr) hdwb. d. postwesens (1927) 607 u. 696; vgl. auch postwertzeichen ebda 510 ff.
3)
vereinzelt auch sonst.
a)
wie wertzahl: in Bellermanns bemerkungen über die phönicischen und punischen münzen wird diese linie für ein jod, die zahl 10 bedeutend und das werthzeichen der münze angebend, erklärt W. v. Humboldt ges. schr. 4, 194 akad.
b)
für eine auszeichnung, einen orden: doch hat man dieses werthzeichen auf seiner brust nie glänzen sehen Steub drei sommer in Tirol (1895) 1, 75.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 503, Z. 1.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wertzeichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wertzeichen>.

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