Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wesenkündigung, f.

wesenkündigung, f.,
im 17. jh. hin und wieder als verdeutschung für philosophie (zu wesen I C): wesenkündigung nach der lehrart Ratichii. zu Cöthen im fürstenthumb Anhalt. 1619 (titel); die erkündigungslehr ist eine hauptfertigkeit der nothwendigen dinge, so ferne sie zu erkennen. wie wird sie abgetheilet? in wesenkündigung, naturkündigung vnd maszkündigung ...; die wesenkündigung ist eine weiszheit desz dinges, so fern es ein ding ist allvnterweisung nach d. lehrart Ratichii (1619) 6; auch andere wort, die in der red-geb-kunst (logica) und wesenkündigung (philosophia) ... befunden werden Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 2, 32; vor 400 und mehr jahren, zu zeiten, als die wesenkündigung und artzneykunst von den Arabern fleiszig erlernet und getrieben Neumark neuspr. teut. palmbaum (1668) 109. dazu wesenkündiger, m., 'philosoph': die wesenkündiger nennen sie (die zeugende natur) in lateinischer sprache naturam naturantem Zesen rosenmând (1651) 43. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 587, Z. 6.

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Zitationshilfe
„wesenkündigung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wesenk%C3%BCndigung>.

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