Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wesenschaft, f.

wesenschaft, f.,
nur als gelegenheitsbildung hin und wieder in älterer sprache auftretend. 'existenz' (wie wesen I B 1): wie er (Christus) denn das wörtlein bin gebraucht, seine stetige wesenschafft anzuzeigen Pomarius grosse postilla (1590) 1, 385ᵃ. 'stoffliche substanz' (wie wesen I C 8): und einer unter ihnen (den ärzten) ... gab ihr eine so wunderbarliche wäsenschaft ein, dasz sie, naachdehm sie acht stunden geschlaafen, an ihrem geblühte wieder frisch ward Zesen Ibrahim sultan (1645) 1, 520. 'ens, seiendes' (wie wesen II A 2): (W.:) aber das kommt mir schwer für, dasz der herr sagt, die welt und alle dinge seyn in gott, welcher alles in sich beschliesse. (A.:) auff göttliche ... weise ... begreifft er in sich alle wesenschafften, samt allen ihren graden, ohne masse, ziel und einschränkung Francisci d. eröffn. lusthaus (1676) 154. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 590, Z. 11.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wesenschaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wesenschaft>.

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