Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wesensfremd, adj.

wesensfremd, adj.
(zu wesen II B und D); der gegensatz zu wesensgemäsz, s. d. und vgl. wesensähnlich, wesensgleich und wesensverwandt; stets mit dem dativ der person oder sache: es war ... weniger Goethe, der ihm (Bismarck) nahe trat, als der dem realisten Bismarck eigentlich wesensfremdere Schiller Marcks Bismarck (1909) 1, 64; dasz die barockformen dem bürgertum wesensfremd sind Dehio gesch. d. dt. kunst 3 (1926) 312; hier stehen wir also wieder vor einer zurückführung des wertwesens auf etwas anderes, ihm wesensfremdes N. Hartmann ethik (²1935) 89; nachdem sie ihren eigenen willensstarren weg zum heil verworfen sieht, opfert sie ihn auf und bemüht sich um eine einfache demut, die ihr wesensfremd ist Werfel Bernadette (1948) 452. dazu wesensfremdheit, f.: diesen wendepunkt der religiösen ethik, in dem gott aus der wesensfremdheit uns gegenüber in eine art identität mit uns tritt, bezeichnet die vorstellung, dasz wir aus liebe zu gott seine gebote erfüllen sollen Simmel einl. i. d. moralwiss. (1911) 1, 176.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 590, Z. 66.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wesensfremd“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wesensfremd>.

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