Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

westchen, n.

westchen, n.,
diminutiv zu weste als herrenkleidung:
solltest du mein kleidgen sehn, kind, du liessest thränen fliessen.
ermel, rücken und die brust, müssen so manierlich schliessen,
und das westgen sieht so sauber, dasz ich offt in meinem sinn,
wenn ich vor den spiegel trete, einem doctor ähnlich bin
Hoffmannswaldau u. a. Deutschen ged. 7 (1727) 233;
mutter und tochter fanden den jungen herrn (Wilhelm) allerliebst mit rundem hut, kurzem westchen und schlotternden langen hosen Göthe I 23, 136 W. als frauenkleidung: westchen frauenz.-lex. (1773) 3858 (mit beschreibung). als kinderkleidung: ein kurzes seidnes westchen mit geschlitzten spanischen ärmeln, knappe lange beinkleider mit puffen standen dem kinde gar artig Göthe I 21, 142 W.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 621, Z. 35.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„westchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/westchen>.

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