Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

westerkleid, n.

westerkleid, n.,
taufkleid, wie gleichbedeutendes westerhemd (s. d. unter 1) kompositum zu ¹wester 'taufe'. vgl. westerhuyve of cleyt vestis baptismalis v. d. Schueren teuth. 496ᵃ Verdam:
an dem ahten tage sîn (nach der taufe)
zôch der keiser Constantîn
diu blanken westerkleider abe
Konrad v. Würzburg legenden 1, 1941 Gereke;
als hie der kuniginne   ir sun wart getoufet,
mit flize gar di sinne   kert si an in, nu wart ouch er gesloufet
in sin westercleit
Albrecht v. Scharfenberg jüng. Titurel 1111 Wolf;
wen men de dem kinde uthtoch, so stickede men disse westerkleder mid einer nateln an den ummehanck (1550) F. Wessel kathol. gottesdienst in Stralsund (1837) 15 Zober. nhd. nur lexikalisch belegt: westerkleid n. vestito bianco, che porta un nuovo battezzato adulto Kramer t.-ital. 2 (1702) 1337; westerhemdlein oder westerkleid Ludwig t.-engl. (1716) 2460; 'das westerhemd ... in einigen gegenden auch das westerkleid' Adelung 5 (1786) 190. mundartlich noch am ende des 18. jhs. bewahrt, vgl. Mensing schlesw.-holst. 5, 606.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 640, Z. 4.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„westerkleid“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/westerkleid>.

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