Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

westler, m.

westler, m.
1) entsprechend dem russ. zapadnik (zu zapad 'westen') anhänger einer im 19. jh. entstandenen strömung innerhalb der russischen intelligenz, die sich an Westeuropa orientiert: fürst Suworow war kein gewöhnlicher Russe, sondern ein westler, der für das deutsche studentenleben schwärmte erinn. e. alten Estländers (o. j.) 148; (Tolstoi) ist, ohne eben westler zu sein, der repräsentant der russischen demokratie Th. Mann betracht. eines unpolitischen (1918) 548; (1906) Rilke br. (1930) 116; die westler behaupteten, Russland sei ein europäischer staat, das russische volk gehöre zu der kulturfamilie der westeuropäischen völker Sertschaninow, gesch. d. russ. literatur 2 (1954) 24. 2) einwohner eines westlichen landes. hier 'abendländer': wir armen westler Bierbaum ges. w. (1912) 7, 219.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 645, Z. 27.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„westler“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/westler>.

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