Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettbuch, n.

-buch, n.
1) verordnungs- und gerichtsbuch, speziell der polizeibehörden und gewerbegerichte in dt. hansestädten (vgl. ¹wette C): eth schall och eyn jeder becker in synem huesze vor sick eynn teckenn hebbenn ... welck tecken inth weddeboek affconterfeyt (1547) ält. lübeck. zunftrollen 168 Wehrmann; dasz aber das brauwerk ein ambt und verlehnung sey, erhellet zur Gnüge aus dessen fundation, sintemal expresse solches also in den wettebüchern genant wirt (1678) Rigafahrer 371 Siewert; s. auch Schiller-Lübben 5, 623; hierher vielleicht auch: wetebuch der schepen (buchtitel, Calbe 1381) in: Magdeburg. gesch.-bl. 20; 21 (doch von Hertel ebda 21, 95 als 'wissensbuch' erklärt). 2) buch zur eintragung der wetten beim pferderennen: man hat es eigentlich nur auf den Brownlock abgesehen; ... den Brownlock, auf den ich jetzt schon fünfzehntausend in meinem wettbuch habe Spielhagen s. w. (1877) 12, 157. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 665, Z. 45.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettbuch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettbuch>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)