Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettgericht2, wettegericht2, n.

²wett(e)gericht, n.
verdeutlichendes kompositum für ¹wette C 'gericht' (s. d.): ob sie vom wettegericht weren molestiret ... worden, das sie ihre wahren ... nicht muchten uflegen ... und vereuseren (1638) gesch. u. urk. d. Rigafahrer 332 Siewert; das wettgericht wird durch zwo personen desz rahts und vier bürgeren bestellet Curicke d. st. Dantzig hist. beschr. (1688) 120ᵇ; das wettgerichte schlichtet die streitigkeiten derer bürgere unter sich und mit denen frembden in handlungsfällen, welche ex contractu oder andern verbindungen herrühren (1735) akten u. urk. z. gesch. d. st. Riga 2, 442 Bulm.; es werden auch aus ihnen (den senatoren) die beisitzer bei dem waisen- und bauamte, dem wettgerichte und bei den zünften und gewerken bestellt J. H. Fr. Ulrich bem. e. reisenden (1779) 2, 260; s. auch Frischbier pr. 2, 465. vereinzelt für ortsübliches rügegericht sogar in einer Nürnberger quelle: 1711 ward er beysitzer des wettgerichtes, ingleichen kaiserl. rath (Nürnberg 1753) in: anmuth. gelehrsamk. 4 (1754) 170 Gottsch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 778, Z. 1.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettegericht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettegericht>.

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