Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettherr, wetteherr, m.

wett(e)herr, m.,
mitglied einer ratsbehörde, der die einziehung von ordnungsstrafen obliegt, vgl. ¹wette B 'strafgeld', ¹wette C 'gericht', lat. magistri vadii (1387) Rostocker weinbuch 50 D.-K., ¹wett(e)meister, wett(e)tag. — magister morum ein wette herr nomencl. lat.-germ. (Hamb. 1634) 510; wetteherrn heiszen in einigen deutschen see- und andern städten, welche über die häfen und seesachen, und unter andern auch über die nacht-wachen wie ... auf ... vorfallende streitigkeiten die aufsicht ... haben Jacobsson technol. wb. 8 (1795) 164: do dis die wetteheren horten, di sprochen sie diselben 6 gesellen qwit ... von allerley nochmanunge (um 1420) handelsrechn. d. dt. ordens 457 Sattler; vor de weddeheren, de ... darover straffen, richten vnde vorbot nemen scholen (1471) Lübecker zunftrollen 159 Wehrmann; der dritte (platz) ist bei den bawmeistern, welche auff jhre gemeine sprach weddeherrn genennet werden G. Braun beschr. u. contrafactur (1574) 5, 47ᵇ; ich schwere ... dasselbe ohne alles ansehn der person denen verordneten wettherren anzeigen (zu wollen) (1715) corp. const. Pruten. 2, 326 Grube. vgl. fernerhin Frisch (1741) 2, 444ᶜ; Frischbier pr. 2, 466.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 778, Z. 71.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetteherr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetteherr>.

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