Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettläufer, wetteläufer, m.

wett(e)läufer, m.,
läufer im turnier, sport oder spiel; bravium wedelopers danck (15. jh., nd.) Diefenbach gl. 81ᵃ; wettlauffer, der sich mit lauffen übet vnd streitet stadiodromus Dasypodius (1537) 457ᵈ:
sie streich mir rücke, bein und arm
als eim wetlaufære
Seifrid Helbling 3, 35 Seem.;
der wettlauffer soll als fast er mag, darmit er dem andern vorkomm und gewinne, arbaiten Schwarzenberg v. gebüre u. billicheit (1533) 71ᵃ; die ringer sind einer starcken brust, die wette-läuffer geschwinder füsse Lohenstein Ibrahim sultan (1680) lobschr. B 1ᵃ; welcher wettlaͤuffer bleibt nicht stehen, wenn er das kleinod schon in händen zu haben vermeynet? vernünft. tadlerinnen (1725) 2, 158 Gottsched; sie (historiker u. dichter) concurriren nicht mit einander, so wenig als der wettläufer und der faustkämpfer Göthe I 42, 2, 144 W.; spürte er alsbald eine unsicherheit in der seele, so etwa wie wenn ein wettläufer plötzlich merkte, dasz seine schuhe nicht fest genug gebunden sind Carossa d. arzt Gion (1931) 37. gelegentlich auch von rennpferden: ipodromius wetlauffer (15. jh., obd.) Diefenbach gl. 308ᵇ; equirea wet leuffer (15. jh., md.) ebda 206ᵇ; die dritten pfärd sind wettlauffer Mynsinger v. d. falken 60 lit. ver.; der muthige gaul ... begann ein wüthiges rennen wie ein britischer wettläufer Musäus volksmärchen 4, 102 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 783, Z. 34.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetteläufer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettel%C3%A4ufer>.

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