Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettgeld, wettengeld, n.

wett(en)geld, n.
1) geldstrafe, wie ¹wette B: welhem ... furgebotten ist, kompt er nicht, so ist er dem gericht dry schilling wettgelt verfallen (14. jh.) bei Fischer schwäb. 6, 745; wenn ein probstingman verneurung maket einiger versetzter güder halven, soll wettengeld geven den noten (genossen) veer schillinge (1561) weist. 3, 251 Grimm; die worte des gesezes ... sagen, dasz der prätor jährlich ... drey männer erwählen lassen solle, welche die wettgelder eintrieben und richteten Niebuhr röm. gesch. (1811) 3, 480. 2) geldeinsatz bei einem wettvertrag, zu ¹wette D: wettgelt, welches man aufsetzt, so man eine wette thut Hulsius-Ravellus t.-frz.-it. (1616) 407ᵃ; das ain jud iemand uf das hofgericht ladt umb wucher oder gesuch, umb spilgelt oder wettgelt (um 1435) bei Fischer schwäb. 6, 745; er wolte doch das wettgelt zu sich nehmen, bisz so lang, dz sie sehen, wer recht oder unrecht hätte beutelschneider (1641) 1, 334; dasz keiner dem andern vorkommen solte, möchte das wettgelt vertruncken werden Harsdörffer geschichtspiegel (1654) 572; zähle nun ab, mein sohn, funfzig gulden zum wettgeld Veit Weber holzschnitte (1793) 120; strich das wettgeld mit der rechten in die linke Jean Paul w. 20/23, 262 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 777, Z. 39.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettengeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettengeld>.

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