Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterblick, m.

-blick, m.
1) blitzstrahl: fulmen wetterblick Melber voc. predic. (1482) L 3ᵃ; wetterblik und donnerslag der maget krône 129ᵃ (reg.) Zingerle; und kament solich grosz regen doner und weterplick der geleich vor niemer gesehen noch gehört ward Thomas Lirar chron. (1761) L 3ᵇ;
plötzlich ward er ergriffen vom wetterblicke der allmacht,
stürzte wie ein gewitter herab sich
Lavater Jesus Messias (1783) 1, 189.
in neuerer sprache noch gelegentlich das substantivierte verbum:
waldesrauschen, wetterblicken
macht recht die seele los,
da grüsst sie mit entzücken,
was wahrhaft, ernst und gross
Eichendorff s. w. (1864) 1, 592;
so blieb sie ... noch eine weile ruhen, den kopf in ihre hand gestützt, und sah dem wetterblicken zu Mörike w. 3, 130 Maync. 2) wetterkundiger blick (übertragen): leitete mit realpolitischem wetterblicke die geschicke des geeinten volkes Weigand d. Frankenthaler (1904) 25.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 717, Z. 70.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterblick“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterblick>.

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