Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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wetterfarb, adj.

-farb, adj.,
mhd. wetir war (13. jh.) als glossierung zu lat. aeran (l. aeranem, -n Isidor 12, 1, 53) 'kupferfarbig' (vom pferd), ahd. gl. 3, 79, 12 St.-S. in späteren zeugnissen von der haut- und gesichtsfarbe:
von unruoche was sin har
an houbete unde an barte ...
dar zuo was er so wetervar
als alle die von rehte sint,
den hunger, vrost, sunne unde wint
ir varwe und ir lich hat benomen
Gottfried v. Straszburg Tristan 4010 R.;
darnach mag er bald zartheit halb syner complexion von armuth und arbeit wetter farb syn worden (15. jh.) Fridolin dt. pred. 45 Schmidt;
schaw! wie geht dort ein mensch daher
in armut-seliger geber,
trawrig, erschluchtzt, in hertzenlaidt,
wie ein hirdt in zerrissem kleydt,
holauget, wetterfarb und hager
Hans Sachs 11, 236 lit. ver.;
die zerlumpte ... buntbekleite, wetterfarbe, abgebräunte ... rott (die zigeuner) Harsdörffer poet. trichter 3 (1653) 501. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 723, Z. 72.

wetterfarbe, f.

-farbe, f.,
färbung von gegenständen, die lange der witterung ausgesetzt waren (oder farbe, die dieser gleicht): Saturnus erweiset sich hiedurch kräfftig, im bley, im rechten ohr, in der miltze, blase, in den knochen: in der schwartzen, bläulich-braunen und bleyernen wetterfarbe Francisci lusthaus (1676) 1437; an der auszenseite des wohnhauses ... waren bretter verschiedener länge und verschiedener wetterfarbe an die wand genagelt Rosegger schr. (1895) I 4, 158. meist von der gebräunten gesichtsfarbe: aus dem antlitz war die wetterfarbe des kriegsmannes gewichen H. Laube ges. schr. (1875) 14, 255; unter der weiszen stirne, die von der wetterfarbe des übrigen gesichtes sonderbar abstach E. Zahn Albin Indergand (1901) 116; fand, ... dasz ihr (einer frau) gesicht von unstädtisch kräftiger wind- und wetterfarbe sei Emil Strausz d. schleier (1931) 227. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 724, Z. 19.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterfarb“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterfarb>.

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